Reines Aluminium ist weich, da sich Versetzungen relativ leicht durch sein Kristallgitter bewegen können. Durch Legieren wird Aluminium härter, da dabei gelöste Atome eingebracht werden, die das Gitter verzerren, sowie harte intermetallische Partikel oder Partikel der zweiten Phase, die die Verformung behindern. Wärmebehandelbare Legierungen gewinnen an Festigkeit, wenn durch Lösungsglühen, Abschrecken und Auslagern eine feine Verteilung von Ausscheidungen entsteht. Auch Kaltumformung und Kornstruktur beeinflussen die Beständigkeit gegen plastische Verformung. Die endgültige Härte hängt daher eher von der Zusammensetzung, der Phasenverteilung, der Wärmebehandlung, dem Härtegrad und der Verarbeitungsgeschichte ab als allein vom Aluminiumgehalt.