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Warum sind Aluminiumlegierungen härter als reines Aluminium?

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Reines Aluminium ist weich, da sich Versetzungen relativ leicht durch sein Kristallgitter bewegen können. Durch Legieren wird Aluminium härter, da dabei gelöste Atome eingebracht werden, die das Gitter verzerren, sowie harte intermetallische Partikel oder Partikel der zweiten Phase, die die Verformung behindern. Wärmebehandelbare Legierungen gewinnen an Festigkeit, wenn durch Lösungsglühen, Abschrecken und Auslagern eine feine Verteilung von Ausscheidungen entsteht. Auch Kaltumformung und Kornstruktur beeinflussen die Beständigkeit gegen plastische Verformung. Die endgültige Härte hängt daher eher von der Zusammensetzung, der Phasenverteilung, der Wärmebehandlung, dem Härtegrad und der Verarbeitungsgeschichte ab als allein vom Aluminiumgehalt.

Reines Aluminium ist weich, da sich Versetzungen relativ leicht durch sein flächenzentriertes kubisches Kristallgitter bewegen können. Aluminiumlegierungen sind härter, da durch Legierungszusätze und Wärmebehandlung Hindernisse entstehen, die dieser Bewegung entgegenwirken.

Festigkeitssteigerung durch Mischkristalle

Wenn sich Legierungsatome in Aluminium lösen, verzerren ihre unterschiedlichen Atomgrößen das Gitter. Die daraus resultierenden lokalen Spannungsfelder wirken mit Versetzungen zusammen, sodass für eine plastische Verformung eine höhere Spannung erforderlich ist. Der Festigkeitszuwachs hängt von der Art und Menge des gelösten Stoffes sowie davon ab, wie viel davon in der festen Lösung verbleibt.

Intermetallische Verbindungen und Sekundärphasen

Legierungselemente können auch intermetallische Verbindungen oder andere Sekundärphasen bilden. Diese Partikel sind in der Regel wesentlich härter als die Aluminiummatrix und behindern die Versetzungsbewegung. Eine mechanische Mischung aus weicher Matrix und harter Verbindung weist daher eine höhere Härte auf als reines Aluminium, obwohl ein Übermaß an spröden Verbindungen die Duktilität und Zähigkeit verringern kann.

Auslagerungshärtung

Wärmebehandelbare Aluminiumlegierungen können einer Lösungsglühung, einer Abschreckung und einer Alterung unterzogen werden. Während der Alterung bildet sich aus der übersättigten festen Lösung eine feine Dispersion von Ausscheidungen. Eng beieinanderliegende kohärente oder halbkohärente Partikel behindern Versetzungen stark. Wenn die Ausscheidungen wachsen und sich ihr Abstand verändert, steigt die Härte zunächst auf einen Höchstwert an und kann später bei Überalterung wieder abfallen.
Bearbeitete Teile aus Aluminiumlegierungen

Warum Zusammensetzung und Temperament eine Rolle spielen

Die Härte wird nicht allein durch den Aluminiumgehalt bestimmt. Sie spiegelt das Legierungssystem, den Gehalt an gelösten Stoffen, die Art und Verteilung der Verbindungen, die Kornstruktur, die Kaltverformung sowie den Zustand nach der Wärmebehandlung wider. Aus diesem Grund können zwei Aluminiumlegierungen oder dieselbe Legierung in unterschiedlichen Härtezuständen sehr unterschiedliche Härtewerte aufweisen.

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